mfku flyer

Obwohl sich vieles in der Kommunikation Richtung Online verlagert hat, hat der Flyer als klassisches Printmaterial immer noch seine Daseins-Berechtigung.

 

Ist der Flyer die richtige Wahl für mein Vorhaben?

Wie immer stellt sich zuerst die Frage, wer die Zielgruppe ist und ob die Zielgruppe mit dem Medium Flyer auch erreicht werden kann. Außerdem: Wo kommt der Flyer zum Einsatz? Wird er per Hand verteilt oder versendet?

Ein Flyer erfüllt verschiedene Funktionen.

  • Generelles Informieren über das Unternehmen und dessen Produkt/Leistung (auch: Öffnungszeiten)
  • Informieren über spezifische Veranstaltungen/Events (auch: Ankündigen einer Neueröffnung)
  • Vermitteln von Preisaktionen und Sonderangeboten
  • Bekanntmachen eines neuen Produktes (Neuheit!)
  • Generelles Informieren über bestimmte Abläufe

Es macht keinen Sinn, einen Flyer nur “des Flyer Willens” produzieren zu lassen, aber wenn der Zweck definiert ist, kann mit dem Erstellen eines Flyers begonnen werden.

 

Der große Bruder der Visitenkarte

Auch wenn die Visitenkarte und der Flyer auf’s Erste wenig Gemeinsamkeiten haben:

  • Visitenkarten werden während einer Geschäftsanbahnung vergeben, Flyer an fremde Personen
  • Visitenkarten dienen zum Austausch von Kontaktdaten, Flyer haben Ankündigungsfunktion
  • Visitenkarten repräsentieren das Unternehmen und sollten hochwertig sein, Flyer dürfen unter Umständen auch “billig wirken”

so schlüpft der Flyer dann in die Rolle einer vergrößerten Visitenkarte, wenn es um die Vorstellung des eigenen Unternehmens und dessen Leistung geht. Auf diese Art des Flyers, nämlich der kurzen Unternehmensvorstellung soll nachfolgend Bezug genommen werden.

Die Kontaktdetails sollten ebenso enthalten wie auf der Visitenkarte. Zudem hat man aber die Möglichkeit, eine längere Botschaft unterzubringen. Die Vorgabe ist nach wie vor: Begrenzter Platz und darum Reduktion auf das Wesentliche. Der Flyer eignet sich in dem Fall um die Key-Messages (Schlüsselaussagen) zu kommunizieren.

 

Kurze Aufmerksamkeitsspanne

Wenn jemand einen Flyer in die Hände bekommt, schenkt er ihm zuallererst nur einen kleinen Moment der Aufmerksamkeit. Dieser entscheidet darüber, ob man sich dem Flyer (und dessen Rückseite) näher widmet oder ob man ihn gleich wieder zur Seite legt. Das heißt es braucht etwas, das fesselt, das das Interesse anregt. Das kann ein passendes Schlagwort sein, ein “catchy Slogan” eine auffällige Darstellung oder z.B. auch eine Alliteration (alle Wörter mit gleichem Anfangslaut).

Die Formulierungen sollten kurz und prägnant gehalten werden; die Aussagen sollten klar und verständlich sein. Wenn eine Seite des Flyers einen längeren oder ausführlicheren Text erfordert, sollte die andere Seite reduziert sein um die Zielperson nicht gleich zu überfordern. Es hilft hier auch 3 bis 7 Begriffe als “Zusammenfassung“/Übersicht abzubilden, damit die Botschaft schnell und einfach erfasst werden kann. Die Obergrenze liegt deshalb bei maximal 7 Aufzählungspunkten, weil sich das Gehirn im Schnitt nicht mehr als 7 Begriffe merken kann; alles andere ist überfordernd und wird zumindest nicht leicht länger im Gedächtnis behalten.

 

USP muss mit!

Wenn es ein Flyer ist, mit dem sich ein Unternehmen präsentieren will, dann sollte die Unique selling proposition, also das, womit man sich vom Mitbewerb abhebt, auch mit transportiert werden. Idealerweise hat man zuvor eine Positionierung seines Unternehmens/seiner Marke vorgenommen und kann die Punkte, die den Markenkern stärken und ausmachen, einfließen lassen. Vor allem, wenn ich nur wenig Platz zur Verfügung habe (wie es bei einem Flyer der Fall ist), will ich, dass die wesentlichste Botschaft ankommt. Und die lautet: “Warum sollte meine Leistung/mein Produkt gegenüber anderen vorgezogen werden?” Anders formuliert: Es wird das relevante (!) Alleinstellungsmerkmal in den Vordergrund gestellt.

 

Nutzen im Vordergrund – “What’s in it for me?”

Wie immer und bei jeder Werbeaktivität muss die Werbeform einen Nutzen für die Zielperson stiften. Die Information auf dem Flyer muss relevant sein und der Wahrheit entsprechen. Die adressierte Person muss seinen Vorteil klar erkennen können. Je größer der wahrgenommene Nutzen, umso eher wird eine Folgehandlung durchgeführt, was mich gleich zum nächsten Punkt bringt:

Jede Werbeaktivität sollte einen Call-to-Action (CTA) enthalten; eine Aufforderung, etwas Bestimmtes zu tun. Sicherlich gibt es reine Awareness-Maßnahmen, bei denen das Ziel primär erreicht ist, wenn jemand über das Produkt/die Leistung/das Unternehmen erfährt, doch auch in diesem Fall sollten auf dem Medium zumindest die Website oder andere Kontaktdaten stehen, damit es der interessierten Person leicht gemacht wird, weitere Schritte zu unternehmen. Hier gilt tatsächlich: Nützt es nicht, schadet es nicht (zumindest die Website anzugeben).

 

Wiedererkennungswert stützen

Jede einzelne Maßnahme sollte im Idealfall in meinen “Mere Exposure Effekt” einzahlen. Es geht hierbei um den Wiedererkennungswert und die Tatsache, dass etwas, das mir oft über den Weg läuft als vertrauter und auch vertrauenswürdiger eingestuft wird. Je öfter ich etwas sehe, desto leichter merke ich es mir und desto leichter kann ich es (in Kaufentscheidungssituationen) auch wieder aus meiner Erinnerung abrufen. Allein deshalb ist es wichtig, dass man mit stimmigen Werbematerial nach außen tritt. Ein anderer Grund dafür ist der dementsprechend professionelle Auftritt. Man kann sein Profil nur schärfen, indem man seinen Stil beibehält. Vor allem dem nicht so involvierten Kunden muss man die Chance geben zu erkennen, wofür man steht, damit dieser sich ein Bild vom Unternehmen/dem Produkt/der Leistung machen kann. Und das ist nun einmal leichter, wenn man einheitlich unterwegs ist.

 

Eine von mehreren Vorgehensweisen beim Erstellen eines Flyers

Im Idealfall kennt/kontaktiert man einen Designer, der einem den Flyer gleich schon druckfertig (als .pdf mit 300 dpi) erstellt. Es gibt mittlerweile aber schon viele Druckereien, die es dem Kunden versuchen so einfach wie möglich zu machen: Mit einem Konfigurator wird man oftmals kinderleicht durch den Erstellungsprozess geleitet und kann auf eine riesige Anzahl an Vorlagen zurückgreifen.

Anhand meines eigenen Beispiels möchte ich in untenstehender Galerie ein paar Einblicke geben: Zuerst den Flyer in einem Grafikprogramm druckfertig erstellt, hätte ich das File genausogut zu jeder Druckerei mailen und den Auftrag so abwickeln können. Ich möchte aber aufzeigen, wie das auch mit Vorlagen – im Stufenprozess – gelingen kann:

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